Gräfin Mariza

Operette in drei Akten von Emmerich Kálmán

Libretto von Julius Brammer und Alfred Grünwald

  • GRÄFIN MARIZA: Stan Meus, Camila Ribero-Souza
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  • GRÄFIN MARIZA: Ballett des Landestheaters Eisenach
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  • GRÄFIN MARIZA: Carolina Krogius, Ballett des Landestheaters Eisenach
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Eine Koproduktion mit dem Operettenfestival Bad Ischl und dem Landestheater Eisenach

Wem nach dem Zusammenbruch der k. u. k. Monarchie und dem Ersten Weltkrieg noch etwas geblieben ist, feiert sich in Champagnerlaune über den Verlust hinweg. Die schwerreiche Gräfin Mariza erfindet einen fiktiven Verlobten namens Koloman Zsupán, der ihr die lästigen realen Heiratskandidaten vom Leib halten soll. Als dann doch tatsächlich ein wirklicher Koloman Zsupán auftaucht, nehmen die turbulenten Verwirrungen ihren Lauf. Dies umso mehr, als Marizas Verwalter der verarmte Graf Tassilo ist, der unerkannt seiner Schwester Lisa die Mitgift organisieren möchte. Mariza findet schließlich Gefallen am Verwalter, und Koloman Zsupán kann sich mehr und mehr für Lisa begeistern. Damit wenigstens in der Operette alles zu einem glücklichen Ende kommen kann, taucht Tassilos Tante auf, die die prekäre finanzielle Situation ihres Neffen bereinigt. So steht einer glückseligen Verbindung von Mariza und Tassilo, von Lisa und Koloman dann auch nichts mehr im Wege.

Mit feurigen Csárdásrhythmen und melancholischer Zigeunermusik, mit Schlagern wie „Komm mit nach Varazdin”, „Komm Zigan, spiel mir was vor!” und „Wo wohnt die Liebe?” verführt Emmerich Kálmán in seiner 1924 uraufgeführte Operette das Publikum. Und wann wurde je die Liebe im Musiktheater inbrünstiger besungen als in der „Gräfin Mariza”: „Denn meine Leidenschaft brennt heißer noch als Gulaschsaft.”

Pressestimmen

Noch heißer als Gulaschsaft

„ Es ist ein Fest der Sinne, das wir Zuschauer erleben, schwelgerisch in Form und Farbe und Fantasie, aber nicht mit Krimskrams überfrachtet. Alle Teilchen verbinden sich zu einem harmonischen Ganzen – musikalisch, dramaturgisch, choreografisch – und lassen uns Zaungäste staunend zurück in der süßen sehnsuchtsvollen Illusion eines Glücks für den Augenblick, das das Augenzwinkern nicht vergisst. „Es jó móka volt!“, wie der universale Ungar in uns sagt, „das hat Spaß gemacht.“

Siggi Seuß, Main-Post, 27. Juni 2016

Im Schweinemobil zum Happy-End

„[…] ein Feuerwerk an Hits – „Komm mit nach Varasdin, solange noch die Rosen blüh’n“ oder „Komm, Zigan, spiel mir was vor“ – und Tanzeinlagen, die das Eisenacher Ballett temperamentvoll präzise beisteuert. Dabei brilliert Camila Ribero-Souza als ungarische Gräfin mit Charme und vokalem Csárdás-Temperament. Daniel Szeili schmachtet als inkognito ihr Gut verwaltender Graf Tassilo jede Höhenanstrengung spielend weg. Monika Reinhard ist als jungmädchenhafte Schwester Lisa genauso rollendeckend besetzt wie alle anderen. Ein Meisterwerk des musikalischen Unterhaltungstheaters des 20. Jahrhunderts nennt Regisseur Wolfgang Dosch „Gräfin Mariza“ – und so setzt er sie auch in Szene. Er beherrscht die Mechanik der Komödie um Liebe und Verwechslung genau. Da sitzt jede Pointe.“

Dr. Joachim Lange, Thüringer Allgemeine, 28. Juni 2016

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TEAM

Musikalische Leitung: Mario Hartmuth/Martin Wettges

Regie: Wolfgang Dosch

Bühnenbild: Helge Ullmann

Kostüme: Annette Mey

Chor: Martin Wettges

Choreografie: Andris Plucis

Dramaturgie: Anna Katharina Setecki

Besetzung

Gräfin Mariza: Camila Ribero-Souza, Sonja Freitag

Tassilo: Ondrej Šaling

Lisa, Tassilos Schwester: Monika Reinhard

Baron Kolomán Zsupán: Stan Meus

Manja, eine junge Zigeunerin: Carolina Krogius, Marianne Schechtel

Fürst Populescu: Thomas Lüllig

Karl Stefan Liebenberg: Steffen Köllner

Ilka: Kati Rücker

Fürstin Božena: Sylvia Hofmann

Penižek: Lars Kretzer

Tschekko: Ernst Volker Schwarz

Geiger: Alexandra Pop/Johannes Hupach

Chor des Meininger Staatstheaters

Ballet des Landestheaters Eisenach

Meininger Hofkapelle