Dantons Tod

Schauspiel von Georg Büchner
ab 15 Jahren
  • DANTONS TOD: Vivian Frey, Anja Lenßen, Phillip Henry Brehl
    © Marie Liebig
  • DANTONS TOD: Ensemble
    © Marie Liebig
  • DANTONS TOD: Anja Lenßen, Björn Boresch
    © Marie Liebig
  • DANTONS TOD: Anja Lenßen, Phillip Henry Brehl, Mira Elisa Goeres
    © Marie Liebig
  • DANTONS TOD: Ensemble
    © Marie Liebig

Die Französische Revolution tobt und das Volk leidet unter der anhaltenden Schreckensherrschaft.

Danton war einst treibende Kraft der Revolution und kämpfte mit seinem Gegenspieler Robespierre um die Hoheit der gewaltsamen Auseinandersetzungen. Jetzt ist er der Revolution und des Lebens überdrüssig und sucht nun seine Ruhe im Müßiggang, im Abstand zu den Ereignissen, in der Entfernung zur Politik und im Schoß von Frauen. Noch einmal lässt er sich zum Streitgespräch mit seinem Kontrahenten über den Sinn und die Bedeutung der Revolution bewegen: Was kann und soll diese erreichen? Der siegreiche Robespierre verhängt schließlich das Todesurteil über Danton, da man ihm vorwirft, mit den Feinden der Revolution konspiriert zu haben. In völliger Lethargie nimmt Danton sein Schicksal an; er wehrt sich nicht und flieht auch nicht. Zudem glaubt er nicht an die Vollstreckung des Todesurteils durch das Revolutionstribunal, dem er einst vorgestanden hatte. Für Danton hat die Revolution ihre Ideale verraten und sich in puren Terror verwandelt. Das Individuum kann dem Durcheinander der revolutionären Entwicklung nichts entgegnen. Georg Büchner bezeichnet diesen Zustand als „Fatalismus der Geschichte“.

In nur 5 Wochen und unter großem politischem Druck schrieb Büchner im Jahre 1835 sein Drama „Dantons Tod“, da ihm aufgrund der Publizierung der revolutionären Flugschrift „Der Hessische Landbote“ die Verhaftung drohte. Eine erste Veröffentlichung des Dramas erfolgte noch im selben Jahr, jedoch mit dem verfälschten Untertitel „Dramatische Bilder aus Frankreichs Schreckensherrschaft“. Die strenge Zensur konnte jedoch nur überwunden werden, indem viele Stellen der Darstellung „abgemildert“ wurden. Das Stück kam erst zu Beginn des Jahres 1902 in Berlin zur Uraufführung. Heute zählt „Dantons Tod“ zu den wichtigsten Geschichtsdramen im deutschsprachigen Raum.

Matinee Vor der Premiere: Dantons Tod
06. Mai 2018 __ 11.15 Uhr

zurück zur Übersicht

TEAM

Regie: Tobias Rott

Bühne: Susanne Füller

Kostüme: Kerstin Jacobssen

Musikalische Arrangements und Einstudierung: Rudolf Hild

Dramaturgie: Bernhard Henning

Besetzung

Danton: Anja Lenßen

Legendre: Renatus Scheibe

Camille Desmoulins: Phillip Henry Brehl

Lacroix: Vivian Frey

Robespierre: Björn Boresch

St. Just: Michael Jeske

Barère: Renatus Scheibe

Collot d’Herbois: Hans-Joachim Rodewald

Herman, Präsident des Revolutionstribunales: Matthias Herold

Thomas Payne: Recardo Koppe

Mercier: Hans-Joachim Rodewald

Simon, Souffleur: Peter Bernhardt

Weib Simons: Ulrike Walther

Julie, Dantons Gattin: Carla Witte

Lucile, Gattin des Camille Desmoulins: Mira Elisa Goeres

Rosalie, Grisette: Carla Witte

Marion, Grisette: Evelyn Fuchs