La Traviata

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
In italienischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln

Text von Francesco Maria Piave

  • LA TRAVIATA: Ernst Garstenauer, Elif Aytekin, Rodrigo Porras Garulo, Carolina Krogius, Chor des Meininger Theaters
    © Marie Liebig
  • LA TRAVIATA: Dae-Hee Shin und Elif Aytekin
    © Marie Liebig
  • LA TRAVIATA: Carolina Krogius, Mikko Järviluoto
    © Marie Liebig
  • LA TRAVIATA: Elif Aytekin, Rodrigo Porras Garulo
    © Marie Liebig
  • LA TRAVIATA: C. Krogius, E. Garstenauer, M. Järviluoto, Stan Meus, Rodrigo Porras Garulo, Chor des Meininger Theaters
    © Marie Liebig
Sonntag, 09. April 2017 __ 19.00 Uhr

Violetta Valéry ist der umschwärmte Mittelpunkt der Pariser Halbwelt. Unter den zahllosen Männern, die ihr zu Füßen liegen, gelingt es allein Alfredo Germont, zu ihr durchzudringen: Er überzeugt sie, dass eine gemeinsame Zukunft möglich ist, und flieht mit ihr in ein Liebesnest fernab der Metropole. Doch ebenso sehr wie Violetta von der Gesellschaft begehrt wird, wird sie auch verachtet – undenkbar, dass eine Hure mit dem Sohn aus gutem Hause leben darf! Violetta beugt sich dem Druck und verlässt den einzigen Mann, der ihr Glück hätte bedeuten können.

„Amore e morte”, also „Liebe und Tod” wollte Giuseppe Verdi die Oper ursprünglich nennen, die bei der Uraufführung 1853 in Venedig „Fiasko gemacht”, sich kurz darauf aber durchgesetzt hat. Auf der Suche nach „neuen, grandiosen, schönen, abwechslungsreichen, gewagten Stoffen” war der Komponist auf Alexandre Dumas’ Drama „Die Kameliendame” gestoßen und zeichnete in seiner Vertonung nicht nur die ungewöhnliche Titelheldin, sondern auch die Doppelmoral der Gesellschaft in zuvor nicht dagewesener Deutlichkeit auf der Opernbühne nach. Verdi selbst befand später: „Als Profi halte ich ‚Rigoletto’ für meine beste Arbeit, als Liebhaber aber ‚La Traviata’.”

Pressestimmen

Meininger Sopranistin als Goldstück

„[...] Elif Aytekin [...] ist ein Goldstück, brachte die Facetten der Kurtisane Violetta zum Schillern. Ihr von Leidenschaft besessener Sopran fand in der darstellerischen Ausstrahlung ein exzellentes Pendant. [...] Ihre Verzweiflung wirkte so echt, dass das Publikum stellenweise nicht zu klatschen wagte und betroffen schwieg. Als Giorgio Germont hatte Dae-Hee Shin einen großartigen Abend. Angesichts seiner Würde konnte man sogar sein Begehren, Sohn Alfredo den Fängen der Kurisane entreißen, verstehen. Alfredos Tenor (Rodrigo Porras Garulo) fand in Violettas dunkelsten Stunden zu ausgewogener Timbrierung. [...] [Christian Poewes] Inszenierung auf Atmosphäre atmender Bühne (Christian Rinke) ist ein pulsierender Kreis des Lebens mit Ecken und Kanten. [...]“

Dr. Ursula Mielke, Thüringer Allgemeine, 30. Juni 2015

Eine sehens- und hörenswerte Leistung

„Rodrigo Porras Garulo [...] steigert sich noch einmal im 2. Akt (Aufbruch nach Paris) und fordert mit Emphase und Intensität den Beifall des Publikums geradezu heraus, schont sich keine Sekunde, geht immer bis ans Limit – wie Violetta (Elif Aytekin), die Poewe nicht als Opfer der Verhältnisse zeigt, sondern als eine starke Frau, die bis zuletzt aktiv und klar Entscheidungen trifft. Vielleicht wirkt deshalb in der 4. Szene des 3. Aktes ihre Verzweiflung so intensiv. [...] Leo McFall [...] dirigiert diese Premiere mit sehr weichen Bewegungen, zugleich aber bestimmt, genau, sehr nah an den Sängern und mit spürbarer Emotionalität. [...] Das Publikum schätzt ihn (auch seine Wagner-Dirigate!) und zeigte ihm das durch langen, starken Beifall. Eine sehens- und hörenswerte Leistung des ganzen Ensembles!“

Kerstin Voigt, Der neue Merker, 03. Juli 2015

Christian Poewes rundum stimmige „La Traviata“

„Wenn noch Platz auf der Bühne wäre, würde sich der eine oder andere ins Lustgetümmel stürzen und den aus allen reinen Kehlen tönenden, weißgekleideten vielköpfigen Chor (Leitung: Sierd Quarré) unterstützen in seiner Ode an den Genuss des Augenblicks. Dann jedoch, wenn Elif Aytekin und Rodrigo Porras Garulo [...] die Stimmen bis in die höchsten Höhen kolorierenden Gesang erheben, schweigt das Publikum ergriffen, um nach Ende jeder Arie heftig zu applaudieren. Das tut es auch, wenn Dae-Hee Shin als Alfredis fordernder Vater seine kräftige, wohlklingende Baritonstimme erhebt, um Violetta auf perfide Weise von ihrem Weg abzubringen.“

Siggi Seuß, Mainpost, 30. Juni 2015

La Traviata

„Alle finden in dieser Welt ihren Resonanzboden: Allen voran die hinreißende Violetta (Elif Aytekin), die sich spätestens mit ihrer Arie ‚Ah, fors'è lui che l'anima‘ in die Herzen des Publikums singt. [...] Einen feurigen Alfredo lässt [...] Rodrigo Porras Garulo zwischen Liebe und Eifersucht toben. Welches Mädchen würde sich nicht so einen Liebhaber wünschen? [...] Hach! Alfredos altem Vater Giorgio (Dae-Hee Shin) gehört mit der berühmten Arie wohl einer der musikalisch schönsten Momente der ganzen Opernliteratur. [...] Ein unerbittlicher, aber mit seinem Sohn mitleidender Vater singt da diese wunderbaren Noten geradezu feierlich. Was für ein Moment!“

Peter Lauterbach, Freies Wort, 29. Juni 2015

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TEAM

Musikalische Leitung: Mario Hartmuth

Regie: Christian Poewe

Bühnenbild: Christian Rinke

Kostüme: Tanja Hofmann

Dramaturgie: Diane Ackermann

Chor: Martin Wettges

Besetzung

Violetta Valéry: Elif Aytekin

Alfredo Germont: Xu Chang

Giorgio Germont: Marian Pop

Flora Bervoix: Carolina Krogius

Annina: Girn-Young Je

Gastone: Stan Meus

Baron Douphol: Steffen Köllner

Dr. Grenvil: Ernst Garstenauer

Marchese d’Obigny: Mikko Järviluoto, Lars Kretzer

Giuseppe: Gerhard Goebel

Diener bei Flora: Sang-Seon Won

Kommissionär: Dimitar Sterev