Tosca

Melodramma in drei Akten von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Drama „La Tosca” von Victorien Sardou
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  • TOSCA: Camila Ribero-Souza
    © Marie Liebig
  • TOSCA: Xu Chang
    © Marie Liebig
  • TOSCA: Camila Ribero-Souza, Nutthaporn Thammathi
    © Marie Liebig
  • TOSCA: Daniel Pannermayr
    © Marie Liebig
  • TOSCA: Chor
    © Marie Liebig
  • TOSCA: Mikko Järviluoto
    © Marie Liebig
  • TOSCA: Marianne Schechtel, Dae-Hee Shin
    © Marie Liebig
Freitag, 22. September 2017 __ 19.30 Uhr

Die Sängerin Tosca und der Maler Cavaradossi leben für die Kunst, stehen selbiger jedoch unerwartet wenig emanzipiert gegenüber. Die beiden verbindet darüber hinaus eine Liebe – frisch, unentschlossen, trotzdem wild und aus dem Sinne der Kunst heraus feurig. Die politische Realität bricht über die emotionale Genese des Paares in Gestalt des Polizeichefs Scarpia wie eine Sturmflut herein, die zum einen das sensible Liebeskonstrukt von Tosca und Cavaradossi mit Eifersucht, Unsicherheit und Misstrauen unterspült, zum anderen aber auch alle Beteiligten in einen Strudel der Obsessionen und Machtspiele hineinzieht. Vor dem Hintergrund der Repressalien und Befürchtungen keimen aber auch vage Hoffnungen: Identitäten werden neu befragt, die Grenzen der oktroyierten Werte stehen auf dem Prüfstand – mit fatalen Folgen …

Mit „Tosca” verneint Puccini den konventionellen Begriff der Oper: Der aus der Vorlage entnommene literarische Verismo verbindet sich mit der großen Melodie des Meisters; die Schicksalshaftigkeit, die Unentrinnbarkeit und die Visionen großer Liebe paaren sich auch musikalisch mit einer realgesellschaftlichen Härte. „Tosca” ist Tragödie, Krimi, Psychogramm und Gesellschaftsbild!

Pressestimmen

Teatro illusione

Die Überraschung des Premierenabends aber ist der thailändische Tenor Nutthaporn Thammathi, der den Maler Cavaradossi in einer interessanten Chrakter-Mischung aus (leidenschaftlichem) Herzensbrecher und (prinzipienfestem) Aufrechten spielt.

Peter Lauterbach, Freies Wort, 11. September 2017

Der Mantel der Diva

Hausherr Ansgar Haag (...) weiß, wie man Charaktere plausibel zeichnet und eine Geschichte spannend und werktreu erzählt.

Wolfgang Hirsch, TLZ, 12. September 2017

Tosca im Kosmos von Grausamkeit und Liebe

Es wird – deutsch übertitelt – leidenschaftlich italienisch gesungen und mit Herzblut gemimt. Und deshalb verwundert es nicht, dass dieser dramatische Bühnenkampf zwischen erlebter Grausamkeit und ersehnter Liebe vom Publikum am Ende mit großem Jubel bedacht wird.

Siggi Seuß, Main-Post, 10. September 2017

Genuss und Schrecken einer Passion

Im dritten Akt wartet jeder Opernliebhaber auf die finale Cavaradossi-Arie (...). Diese genialen Takte gestaltet in seinem Rollen-Debüt der mit einem glanzreichen Heldentenor gesegnete Nutthaporn Thammathi als bewegendes Lamento, in dem sich Nostalgie, Lebenssucht und Abschiedsschmerz vereinen. (…) Als Dritter im hehren Bunde prägt der Meininger Vorzeige-Bariton Dae-Hee Shin das Profil des Bösewichts Scarpia. Erstaunlich der lyrische und kraftvolle Tonvorrat des Sängers, der beherrschte Stille und gefährliche Spannung ebenso überzeugend formuliert wie hämische Brutalität und bigotte Lüsternheit.

Christoph A. Brandner, Fuldaer Zeitung, 13. September 2017

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TEAM

Musikalische Leitung: Chin-Chao Lin

Regie: Ansgar Haag

Bühne: Dieter Richter

Kostüme: Renate Schmitzer

Chor: Martin Wettges

Choreografie: Zenta Haerter

Dramaturgie: Anna Katharina Setecki

Besetzung

Floria Tosca: Camila Ribero-Souza

Mario Cavaradossi: Xu Chang

Baron Scarpia: Dae-Hee Shin

Cesare Angelotti: Daniel Pannermayr

Messner: Mikko Järviluoto

Spoletta, Gendarm: Stan Meus

Sciarrone, Gendarm: Marián Krejčík

Kerkermeister: Lars Kretzer/Dimitar Sterev

Hirt (Angelottis Schwester): Marianne Schechtel

Chor des Meininger Staatstheaters

Extrachor des Meininger Staatstheaters

Kinderchor der Meininger Kantorei

Statisterie des Meininger Staatstheaters

Meininger Hofkapelle