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  • Solist im 5. Sinfoniekonzert: Pianist Roman Rabinovich
    © Sergei Narinsky

Der Beethoven-Zyklus mit der Meininger Hofkapelle wird mit zwei Werken Beethovens fortgesetzt. Hochgefühl, helle, fast heitere Farben strahlt Beethovens Zweite aus, obwohl sie in einer ganz düsteren, von tiefer Verzweiflung und Vereinsamung geprägten Lebensphase komponiert wurde – wie dem berühmten, zur gleichen Zeit entstandenen „Heiligenstädter Testament” zu entnehmen ist. Musik für die Bühne zu komponieren, war immer eine Herzensangelegenheit für Beethoven, die sich für ihn jedoch eher kompliziert erwies. Die Ouvertüre CORIOLAN verfasste Beethoven nicht auf Shakespeares wohl bekanntes Drama bezugnehmend, sondern als Schauspielmusik zum gleichnamigen Trauerspiel von Heinrich Joseph von Collin, mit der Hoffnung, ein Opernlibretto zu gewinnen. Im Gegensatz zu diesem Drama, das sofort nach seiner Uraufführung 1802 aus den Spielplänen verschwand, ist Beethovens Musik bis heute im Konzertrepertoire fest verankert. Noch zwei Höhepunkte bietet das 5. Sinfoniekonzert: Der junge Pianist und bildende Künstler Roman Rabinovich bringt die lyrischen, aber vor allem die perkussiven Möglichkeiten des Klaviers zum Ausdruck und setzt sich mit dem 1926 entstandenen Klavierkonzert Nr. 1 auseinander, das Bela Bartók nach seinem dreijährigen Verstummen komponierte. Die Meininger Hofkapelle unter der Leitung von GMD Philippe Bach bringt noch das hochinteressante Werk ELECTIC des Schweizer Komponisten Manuel Renggli zur deutschen Erstaufführung.

LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
„Coriolan”, Ouvertüre c-moll op. 62

BÉLA BARTÓK (1881–1945)
Klavierkonzert Nr. 1 Sz. 83

MANUEL RENGGLI (*1993)
„Electic” für Orchester (Dt. Erstaufführung)

LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

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TEAM

Dirigent: GMD Philippe Bach

Besetzung

Solist, Klavier: Roman Rabinovich