Ansgar Haag

  • Ansgar Haag

Am 5.7.1955 in Stuttgart geboren, studierte er  von 1984 bis 1989 Theaterwissenschaft, Psychologie, Amerikanistik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München und Dramtic Art an der University of California in Berkeley, Kalifornien. Die Theaterkarriere begann er als Regieassistent an den Münchner Kammerspielen. 1979 wechselte er als Dramaturg an die Bühnen der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. 1981 in gleicher Position von Professor Kurt Horres ans Staatstheater Darmstadt geholt, begann er zugleich regelmäßig zu inszenieren. 1983 ging er als Spielleiter mit Intendant Eike Gramss an die Vereinigte Bühnen Krefeld und Mönchengladbach und ist von 1984 bis 1989 fester Hausregisseur am Staatstheater Darmstadt bei Intendant Dr. Peter Brenner. Von 1989 bis 1994 war er Oberspielleiter am Salzburger Landestheater unter der Intendanz von Lutz Hochstraate. Von 1994 bis 2006 leitet Haag als Intendant das Ulmer Theater. Parallel dazu übernahm er im August 2005 die Intendanz des Meininger Staatstheaters. Von 2008 bis 2018 war Haag auch Intendant am Landestheater Eisenach. 2016 wurde sein Vertrag als Intendant des Meininger Staatstheaters durch das Land Thüringen bis zum Jahr 2022 verlängert.

 Preise und Auszeichnungen

1992 erhielt er für seine Inszenierung von Shaffers „Amadeus“ den Goldenen Hanswurst (Ein Preis für herausragende künstlerische Leistungen der Stadt Salzburg).

1998 wurde ihm der Bayerische Staatspreis für seine Inszenierung von Janáčeks „Jenufa“ verliehen. Der mit 100.000 DM dotierte Preis war damals die bedeutendste Auszeichnung für Theaterschaffende in Deutschland.

2007 wurde seine Meininger-Inszenierung von Goethes „Faust I / II“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler mit dem Land-der-Ideen-Preis ausgezeichnet.

2009 wurde sein „Tannhäuser“ mit dem Titel „Inszenierung des Jahres“ geehrt. Der Preis wird vom Verein „Meininger Theaterfreunde e.V.“ gestiftet. Diese Inszenierung wird bis heute im Palas auf der Wartburg (Eisenach) aufgeführt.

2012 verlieh der Kulturminister der Republik Kasachstan, Darkhan Myngbay, Ansgar Haag die Auszeichnung Geehrter Kunstschaffender für seine Inszenierungen der kasachischen Erstaufführung von Richard Wagners „Tannhäuser“ (2010) an der Staatsoper Almaty und der deutschen Erstaufführung der kasachischen Oper „Abai“ von Achmet Schubanow und Latif Hamidi in Meiningen.

2018 wurde seine Meininger Inszenierung „TOSCA“ zur „Inszenierung des Jahres“ gekürt.

 Inszenierungen

Ansgar Haag hat bisher 140 Inszenierungen erarbeitet. Die überwiegende Zahl davon an den Häusern, wo er fest angestellt war. Jedoch erhielt er verschiedene Einladungen zu Gastregien u.a. ans Schauspielhaus Zürich, das Theater Klagenfurt, das Pfalztheater Kaiserslautern, Opera Ireland in Dublin, ans Badische Staatstheater Karlsruhe, das Hessische Staatstheater Wiesbaden, Staatsoper Leningrad (1989), die Städtischen Bühnen Münster, das Tiroler Landestheater Innsbruck, Oper Wuppertal, Theater Regensburg, das Theater Lübeck, das Stadttheater Bern und die kasachische Staatsoper Almaty. An der Oper in Seoul inszenierte er 2007 die koreanische Erstaufführung von Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos". Am Staatstheater in Brünn, Tschechien, eröffnete seine Inszenierung von Janáčeks "Osud" das "Janáček Festival 2012". Im Rahmen des Richard-Wagner-Jubiläums inszenierte Haag erstmals wieder in Deutschland dessen 30 Jahre nicht gespieltes Frühwerk „Das Liebesverbot“.

2019 inszeniert Haag am Meininger Staatstheater die Uraufführung der Neufassung der Oper „Das Schloss Dürande“ von Othmar Schoeck, Premiere ist am 08. März, und Lessings “Minna von Barnhelm“, Premiere ist am 21. Juni 2019.

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In dieser Spielzeit:

Das Schloss Dürande (Regie)

Minna von Barnhelm (Regie)

Sonny Boys (Regie)

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg (Regie)

Tosca (Regie)