Crista Mittelsteiner

Nach einer Bühnenbildhospitanz am Freiburger Theater studiert Crista Mittelsteiner Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Paris. Anschließend ist sie als Dramaturgin, Regieassistentin und Übersetzerin hauptsächlich in Paris und Brüssel an mehreren wichtigen Häusern tätig.

1991 gründet sie die Compagnie in extremis und inszeniert Texte und Stücke von Marie Pappenheim, Georges Bataille, Elfriede Jelinek, Euripides/Heiner Müller, Marguerite Duras,  Franz Kafka und Einar Schleef. Zu den französischen Übersetzungen der deutschen Texte für diese Aufführungen gesellen sich in der Folge weitere Übersetzungsaufträge, -stipendien und -residenzen in Zusammenarbeit mit Marie-Luce Bonfanti.

Ab 2000 arbeitet sie für das Theaterlabor ARIAS des CNRS (Centre National de Recherche Scientifique / Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) in Paris (Forschungsbereiche : modernes und zeitgenössisches deutsches Theater und Musiktheater), nimmt regelmäßig an internationalen Symposien teil und unterrichtet Theaterästhetik an der Universität Paris 3-Sorbonne Nouvelle.

Zwischen 2001 und 2008 ist Crista Mittelsteiner für das künstlerische Programm des Cifas (Centre international de formation en arts du spectacle), einem internationalen und pluridisziplinären Workshop-Zentrum für Bühnenschaffende in Brüssel mitverantwortlich.

2008 erhält sie das Exzellenz-Künstlerstipendium CulturesFrance/Villa Médicis hors les murs für eine Recherche über Einar Schleef und dreht in diesem Rahmen den Dokumentarfilm Alles in- und auswendig, Gespräche über E.S. 

Von 2008 bis 2011 ist sie als Projektleiterin für das Thalia Theater Halle an der Theater, Oper und Orchester GmbH tätig, wo sie verantwortlich ist für die Organisation und künstlerische Leitung des Festivals nouveaux auteurs, das neue Autoren, Texte und Spielformen aus Frankreich vorstellt. Außerdem steht sie für das Konzept und die Durchführung des deutsch-französischen Autoren-und Inszenierungsprojekts Grenzgänger/OutrePasseurs im Rahmen des Programms Wanderlust der Kulturstiftung des Bundes.

2012/2013 unterrichtet sie an der Hochschule für visuelle Kunst La Cambre in Brüssel und nimmt auch an der Universität Paris 3-Sorbonne Nouvelle wieder ihre Lehrtätigkeit auf. Im November 2014 organisiert sie zusammen mit Florence Baillet und in Kooperation mit der Universität Paris 3, der Humboldt Universität zu Berlin, dem Goethe-Institut Paris und dem Théâtre National de la Colline ein internationales Symposium über Einar Schleef. Begleitend dazu erscheinen erstmalig Texte von Schleef in französischer Sprache beim Verlag Le Ver à Soie, wo Crista Mittelsteiner von 2013 bis 2017 die Reihe « Les Germanophonies » leitet.

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In dieser Spielzeit:

Leonce und Lena (Dramaturgie)