Dels dos principis

Ein konzertanter Auftakt zur Festwoche
Freier Eintritt
  • Henry Foures
    © Isabelle Huguet
Donnerstag, 04. April 2019 __ 18.30 Uhr

DELS DOS PRINCIPIS – VON ZWEI PRINZIPIEN

Henry Fourès (*1948)

Kompositionsauftrag des Ircam – Centre Pompidou

Deutsche Erstaufführung

Septett für Flöte, Klarinette, Geige, Cello, Klavier, Schlagwerk und einen (abwesenden) Jongleur

Solisten - Mitglieder der Meininger Hofkapelle

Dirigent -  Peter Leipold

 

„Die erste Version von DELS DOS PRINCIPIS beinhaltet eine Reihe von Erfahrungen, die mich immer wieder anregen: Zum einen die gemeinsame ‚Werkstatt‘-Arbeit mit Persönlichkeiten, Traditionen, Erfindungsmethoden und Disziplinen, die normalerweise selbstständig und voneinander getrennt funktionieren ; auf der anderen Seite die Frage nach der Komposition der Gestik, in diesem Fall die des Jonglierens, das den Instrumentalteilen ebenbürtig in das Musikwerk eingehen sollte. Es war fast selbstverständlich, dass sich diese Recherchen eines Tages mit Hilfe der technologischen Instrumente und der musikalischen Informatik so weit entwickeln würden, dass diese Gesten in eine regelrechte Kammermusikpartitur ‚einkomponiert‘ werden können.

In der hier präsentierten Version von DELS DOS PRINCIPIS, ohne Jongleur und zeitgleiche Elektronik, folgen sechs Musiker einem besonderen Prinzip der Unbestimmtheit, bei dem der Teufel im Detail steckt – es handelt sich um eine Partitur mit einer ganz eigenen Dramaturgie, deren instrumentaler Gestus in Erinnerung an einen abwesenden Mitspieler und an dessen ‚Bewegungskunst mit Klangkugeln‘ stattfindet...

Das konzertante Stück ist auch eine Hommage an den okzitanischen Dichter Yves Rouquette und an Patrick Millet, Freund und Komponist.“ (Henry Fourès)

 

Henry Fourès, Komponist, Interpret und künstlerischer Leiter der Akademie Opus XXI, studierte Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Klavier an verschiedenen Musikhochschulen und Universitäten Europas. Ab 1982 arbeitete er im französischen Kulturministerium, wo er 1988 die Abteilung für Neue Musik gründete, die er bis 1990 leitete. In den Jahren 2000 bis 2009 war Fourès Direktor des Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Lyon. Heute widmet er sich ausschließlich dem Komponieren und Musizieren. Zu seinem Werk gehören Sinfonien sowie instrumentale, vokale und elektronische Kammermusik. Seine Arbeit fließt in viele Bereiche künstlerischen Schaffens ein, und er arbeitet mit Künstlern verschiedenster Sparten und Stilrichtungen zusammen. Neben der Beteiligung an Filmproduktionen komponiert er für Tanz und Theater, gestaltet künstlerisch den Radiosender France-Culture und realisiert Hörspiele für den HR und WDR.

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