Die Dreigroschenoper

Bertolt Brecht

Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und neun Bildern

unter der Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann und Kurt Weill

Musik von Kurt Weill
Nach John Gays THE BEGGAR’S OPERA

Freitag, 09. Oktober 2020 __ 19.30 Uhr
Großes Haus
10,00 – 32,00 €

Im verruchten Londoner Stadtteil Soho schlägt Jonathan Jeremiah Peachum aus dem menschlichen Mitleid Kapital: Er staffiert  Bettler*innen so aus, dass ihr elender Anblick die Herzen der Menschen rührt. Als er erfährt, dass seine Tochter Polly Mackie Messer, den größten Verbrecher Londons, geheiratet hat, gerät er in Rage – nicht nur, weil er Polly als Animierdame für seine Geschäfte braucht, sondern vor allem, weil Mackie sein Erzfeind ist. Mit seiner Frau beschließt er, Mackie bei seinen Huren aufzuspüren und der Polizei auszuliefern – natürlich nur gegen ein Kopfgeld. Bisher hielt Londons oberster Polizeichef Tiger-Brown seine schützende Hand über Mackie, brachte ihm diese Verbindung doch einige finanzielle Vorteile. Jetzt gerät er allerdings in Bedrängnis: Peachum droht, den bevorstehenden Krönungszug der Königin mit einem Großaufgebot der ärmsten der Armen zu stören, sollte Mackie nicht bald gefasst und gehängt werden…

Auf Grundlage von John Gays THE BEGGAR’S OPERA (1728) schrieb Bertolt Brecht 1928 zusammen mit Elisabeth Hauptmann und Kurt Weill die kapitalismuskritische Parabel, in der die Korruption der Bourgeoisie und die verlogene bürgerliche Moral aufgedeckt wird. Mit Elementen aus Jazz, Jahrmarktsmusik und Chorälen sind die Songs bis heute überaus populär, darunter „Die Moritat von Mackie Messer” und das „Lied von der Seeräuber-Jenny”. DIE DREIGROSCHENOPER ist nicht nur Brechts größter Theatererfolg, sondern das erfolgreichste deutsche Bühnenwerk des 20. Jahrhunderts überhaupt.

Schauspieldirektor Tobias Rott eröffnet den Reigen der Schauspiel- Premieren im Großen Haus mit der DREIGROSCHENOPER.

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