Petruschka / Boléro

Ballettabend von Andris Plucis
Musik von Igor Strawinsky und Maurice Ravel
Freitag, 13. Dezember 2019 __ 19.30 Uhr
PREMIERE

Nach der Uraufführung des BOLÉRO in der Pariser Oper 1928 ging eine Zuschauerin auf Maurice Ravel zu und sagte ihm geradewegs, er sei verrückt. Der Komponist lächelte und erwiderte, sie habe das Stück also verstanden. Dabei ist BOLÉRO alles andere als ein wirres Werk. Das Stück stellt mit seiner Präzision in Dynamik und Ausdruck stets aufs Neue eine Herausforderung an die Choreografie und gehört zum Kunstfertigsten, was die Orchestermusik des Impressionismus hervorgebracht hat.

Im zweiten Teil taucht das Publikum gemeinsam mit der Ballettkompanie in die Welt von Igor Strawinsky ein, der während der Belle Époque in Paris über Nacht als Ballettkomponist berühmt wurde. PETRUSCHKA erzählt die Geschichte eines Gauklers, dessen Marionetten durch eine magische Melodie zum Leben erweckt werden – mit schicksalshaften Folgen: Petruschka verliebt sich in eine Ballerina, die ihn jedoch zurückweist. Inmitten des bunten Jahrmarkttreibens entspinnt sich ein unheilvolles Beziehungsdrama. „Bei dieser Arbeit hatte ich die hartnäckige Vorstellung einer Gliederpuppe, die plötzlich Leben gewinnt”, erzählt Strawinsky über die Entstehung des Balletts PETRUSCHKA ein Jahr später.

Beide Themen bieten Andris Plucis die Möglichkeit für die Gestaltung seiner tänzerischen Vision, die im Einklang mit der Musik stets auch die Verbindung zur Gegenwart sucht.

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