Petite Messe Solennelle

Gioachino Rossini

  • © Marie Liebig

Lieber Gott – voilà, nun ist diese arme kleine Messe beendet. (…) Ich wurde für die Opera buffa geboren, das weißt Du wohl! Wenig Wissen, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.”

Keine übliche Kirchenmesse hat Gioacchino Rossini, einer der erfolgreichsten italienischen Komponisten des Ottocento, mit seiner PETITE MESSE SOLENNELLE vorgelegt: 34 Jahre nachdem er mit WILHELM TELL sein Opernschaffen für beendet erklärte, komponierte er 1863 diese „kleine feierliche” Messe als Gelegenheitskomposition für die Einweihung der Privatkapelle einer Pariser Adelsfamilie. Fünf Jahre vor Rossinis Tod uraufgeführt, gehört die PETITE MESSE SOLENNELLE zu seinen Spätwerken, von ihm so humorvoll und ironisch „Péchés de vieillesse” (Sünden des Alters) benannt.

Ursprünglich für Klavier und Harmonium instrumentiert, zeigt die zwischen Kirchen- und weltlicher Musik schwebende PETITE MESSE SOLENNELLE eine andere Perspektive von Rossinis Kreativität: er bereichert das übliche Ordinarium Missae mit zeitgenössischen Kompositionstechniken und betrachtet den geistlichen Stoff mit seinem unverkennbar opernhaften Blick.

Chordirektor Manuel Bethe leitet diese letzte semi-kirchenmusikalische „Sünde” Rossinis, gesungen von Solisten und dem Chor des Meininger Staatstheaters.

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