3. Sinfoniekonzert

Can-Can auf dem Rhein
Donnerstag, 14. November 2019 __ 19.30 Uhr
Konzerteinführung um 18.30 Uhr im Foyer

Autor Volker Hagedorn gibt einstimmend eine Kostprobe aus seinem Bestseller DER KLANG VON PARIS

In ihrem 3. Sinfoniekonzert der Saison spielt die Meininger Hofkapelle unter ihrem GMD Philippe Bach einen CAN-CAN AUF DEM RHEIN und schafft einen Bogen zwischen Köln und Paris.

Paris war die spannendste Kulturmetropole des 19. Jahrhunderts und eine Inspirationsquelle für viele Komponisten und Künstler. In dieser bunten Musikstadt wurde 1858 Jacques Offenbachs Bühnenwerk ORPHÉE AUX ENFERS uraufgeführt. Wahrscheinlich die bekannteste Musik des Kölner Komponisten, der berühmte „Can-Can“, erklingt in der Ouvertüre dieser opéra bouffe, tänzerisch und verführerisch, und verrät viel von den allgemeinen Absichten Offenbachs: Neben der Parodie des Regimes und der politischen Umstände zielt er auf beste Unterhaltung.

Im Gegensatz zu „Orphée”, das zu den meistgespielten Werken Offenbachs zählt, sind „die Rheinnixen” eher eine Rarität. Als Auftragswerk der Wiener Hofoper wurde diese „ernste“ Oper Offenbachs 1864 ohne großen Erfolg uraufgeführt. In der Ouvertüre ist jedoch die berühmte „Barcarole“ aus HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN zu erkennen – in dieser Oper als „Lied der Elfen“ verwendet.

Robert Schumann, der 1850 seine dritte Sinfonie komponierte, verbrachte die letzten sechs Jahre seines Lebens im Rheingebiet. Angeblich war der Blick des prächtigen Kölner Doms das ausschlaggebende Erlebnis, das ihn dazu bewegt hat, diese Sinfonie „die Rheinische” zu benennen.

Zu erleben sein wird noch Henri Dutilleux’ Stück „Tout un monde lointain …” für Cello und Orchester, interpretiert von der schwedischen Cellistin Karolina Öhman, die auf zeitgenössischer Musik spezialisiert ist. Diese 1970 entstandene Komposition basiert auf Versen von Charles Baudelaire, die als Überschrift und roter Faden für jeden Satz dienen und dem Cellokonzert seine außergewöhnliche Form verleihen. Baudelaires innovativer Blick auf Versformen und Dichtungsregeln spiegelt sich in Dutilleux’ Harmonik und Leitmotivik wider.

PROGRAMM:

JACQUES OFFENBACH (1819–1880)             
Orpheus in der Unterwelt, Ouvertüre

HENRI DUTILLEUX (1916–2013)      
Tout un monde lointain…  für Violoncello und Orchester

JACQUES OFFENBACH (1819–1880)              
Die Rheinnixen, Ouvertüre

ROBERT SCHUMANN (1810–1856)               
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 („Rheinische")

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TEAM

Solistin: Karolina Öhman

Dirigent: GMD Philippe Bach