Das Schloss Dürande

Oper in 4 Akten nach einer Novelle von Joseph Eichendorff
Othmar Schoeck (1886 - 1957)

Szenische Uraufführung der textlichen Neufassung

Libretto von Francesco Micieli, musikalische Adaption von Mario Venzago

  • Das Schloß Dürande: Mikko Järviluoto, Robert Bartneck, Stan Meus, Matthias Grätzel
    © Werbefoto: Marie Liebig

"So lebe und liebe! Bis du sattgeküsst."

Renald ertappt seine Schwester bei einem Stelldichein mit einem jungen Mann, den er als den Grafen Armand erkennt. Er glaubt nicht an aufrichtige Absichten des Grafen und bringt Gabriele in ein Kloster. Bei einem Erntefest, zu dem auch die gräflichen Herrschaften erscheinen, erfährt Gabriele, wer der Geliebte ist. Als Gärtnerbursche verkleidet folgt sie ihm nach Paris. Renald glaubt seine Schwester entführt und reist hinterher. In Paris gerät er in den Kreis populistischer Agitatoren und schließt sich ihnen an. Die Französische Revolution wird nicht von politischen Ideen motiviert, sondern von einer Horde Gewaltbereiter ins Rollen gebracht. Während draußen die Walze der Revolution über das Land hinwegfegt, liegt der Adel in Agonie. Der Alte Graf von Dürande spielt lieber seine Spieluhr und sein Sohn Armand zieht sich in einen poetischen Elfenbeinturm zurück. Die Zeichen der Zeit, die wie Wetterleuchten am Horizont aufblitzen, bleiben unverstanden.


Als Uraufführung einer textlichen Neufassung setzt Ansgar Haag das politisch brisante Werk mit seiner emotionalen, zupackenden Musik für die Bühne um.

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