Das Schloss Dürande

Oper in 4 Akten nach einer Novelle von Joseph Eichendorff
Othmar Schoeck (1886 - 1957)

Szenische Uraufführung der Neufassung

Libretto von Francesco Micieli, musikalische Adaption von Mario Venzago

  • Das Schloß Dürande: Mikko Järviluoto, Robert Bartneck, Stan Meus, Matthias Grätzel
    © Werbefoto: Marie Liebig

"So lebe und liebe! Bis du sattgeküsst."

Eichendorffs Novelle handelt von einer romantischen Revolutionsgeschichte, in der sich der Sohn des Herzogs, Graf Armand, in die Schwester des herzoglichen Jägers Richard verliebt. Eine Liebe über Klassenschranken hinweg ist nicht akzeptabel und muss geheimgehalten werden. Als Richard die Liebe entdeckt, möchte er verhindern, dass der Graf seine Schwester zur Hure macht und schickt sie ins Kloster. Graf Armand geht in die Hauptstadt und verheiratet sich doch, lebt ein luxuriöses, dekadentes Leben. Doch die verliebte Schwester des Jägers verkleidet sich als Junge, um ihm zu folgen. Nach der Revolution ist das Schloss der Adelsfamilie Dürande zerstört. Zu spät sieht Richard ein, dass sein Verhalten den Untergang nur beschleunigt hat.

Die Oper wurde 1943 in Berlin uraufgeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet sie in Vergessenheit. Erst jetzt wurde in einem Projekt der Hochschule der Künste und der Universität Bern das stark nationalsozialistisch geprägte Libretto restauriert und durch Originaltexte von Joseph Eichendorff wieder aufführbar gemacht. Die Musik zur Oper gehört zum Wunderbarsten, was Schoeck geschrieben hat. Es gilt als sein geheimes Hauptwerk, dessen Tonsprache nur mit Richard Strauss zu vergleichen ist.

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