Der Mann von La Mancha

Musical von Dale Wassermann mit Musik von Mitch Leigh

Gesangstexte von Joe Darion, Deutsch von Robert Gilbert

  • DER MANN VON LA MANCHA: Renatus Scheibe, Michael Jeske
    © Marie Liebig
  • DER MANN VON LA MANCHA: Renatus Scheibe, Michael Jeske, Chor
    © Marie Liebig
  • DER MANN VON LA MANCHA: Renatus Scheibe, Michael Jeske
    © Marie Liebig
  • DER MANN VON LA MANCHA: Marianne Schechtel, Michael Jeske
    © Marie Liebig
  • DER MANN VON LA MANCHA: Dana Hinz, Stan Meus, Sven Zinkan
    © Marie Liebig
Donnerstag, 19. Dezember 2019 __ 19.30 Uhr

DALE WASSERMANN (1914–2008) / MITCH LEIGH (1928–2014)

Der Dichter Miguel de Cervantes findet sich in einem Kerker und inmitten von zwielichtigen Mitgefangenen wieder. Er beginnt, seine Geschichte von Don Quijote zu erzählen und zu spielen, um das Wertvollste zu retten, was er besitzt: das Manuskript seines Romans.
Die Abenteuer des Ritters von der traurigen Gestalt, der gegen Windmühlen zu Felde zieht, eine Schenke für ein Schloss und den Wirt für dessen Herrn ansieht, werden zum Kampf für die Kraft der Fantasie und damit zu einem Plädoyer für die fantastische Welt des Theaters.
Ist Don Quijote nur ein Verrückter, wenn er etwa die gedemütigte und desillusionierte Aldonza als seine Dame Dulcinea verehrt? – „Vielleicht ist es Wahnsinn, sich Träumen hinzugeben und nach Schätzen zu suchen, wo nur Schutt ist. Aber vielleicht ist es auch Wahnsinn, normal zu sein. Aber ganz gewiss ist es der ALLERGRÖSSTE Wahnsinn: Das Leben so zu sehen, wie es ist, und nicht so, wie es sein sollte”, heißt es im Stück. Am Ende ist es denn auch ein banaler Spiegel, der die Entzauberung der Welt vorantreibt. Doch der Funke der Fantasie ist bereits übergesprungen und lebt weiter, so etwa in Aldonza, die der Ritter dazu gebracht hat, wieder an das Gute im Menschen zu glauben.
Das Musical von Dale Wasserman und Mitch Leigh sorgt seit seinem Erfolg am Broadway 1965 weltweit für berührende und emotionale Momente, in denen die Kluft zwischen Vision und Realität bis zum Schmerz spürbar wird.

Regisseur Kurt Josef Schildknecht, der zuletzt EVITA auf die Bühne des Meininger Staatstheaters gebracht hat, nimmt sich erneut ein Stück mit einer engen Verbindung von Schauspiel und Musiktheater vor, die sich auch in der Besetzung widerspiegelt.

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