Leonce und Lena

Ein Lustspiel von Georg Büchner
Eine Koproduktion mit dem Théâtredela Cité – CDN Toulouse Occitanie
  • LEONCE UND LENA: Nora Hickler, Sven Zinkan, Evelyn Fuchs, Renatus Scheibe
    © Marie Liebig
  • LEONCE UND LENA: Georg Grohmann
    © Marie Liebig
  • LEONCE UND LENA
    © Marie Liebig
  • LEONCE UND LENA
    © Marie Liebig
  • LEONCE UND LENA: Nora Hickler
    © Marie Liebig
  • LEONCE UND LENA: Georg Grohmann, Nora Hickler
    © Marie Liebig
  • LEONCE UND LENA: Sven Zinkan, Georg Grohmann, Evelyn Fuchs, Nora Hickler
    © Marie Liebig
  • LEONCE UND LENA: Georg Grohmann
    © Marie Liebig

Leonce und Lena beschäftigt und fasziniert mich seit meinen ersten Erfahrungen als junger Regisseur. Die Zusammenarbeit mit dem Meininger Staatstheater ist für mich nun die ideale Gelegenheit – und Herausforderung – auf dieses fantastische Stück über den absurden Werdegang des melancholischen Prinzen Leonce und der traurigen Prinzessin Lena zurückzukommen. Es ist eine Komödie, die fast harmlos-naiv daher kommt... und in der Büchner mit viel wortspielreicher Leichtigkeit Elemente der romantischen Komödie mit jenen einer beißenden politisch-sozialen Satire verknüpft. Ich freue mich auf die Arbeit mit „den Meiningern“!

Galin Stoev

Prinz Leonce im Reiche Popo quält die Langeweile. Sein Vater König Peter will ihn mit Prinzessin Lena aus dem Reiche Pipi vermählen. Für die beiden kommt eine Heirat mit einer ihnen unbekannten Person nicht infrage und so nehmen sie Reiß aus. Der Zufall führt sie zusammen – ohne zu wissen, um wen es sich handelt, verlieben sie sich ineinander. Um der bevorstehenden Hochzeit zu entgehen, kehren sie als Automaten verkleidet zurück. Da das Brautpaar fehlt, entscheidet König Peter, dass die Hochzeit „in effigie“ stattfindet und vermählt stellvertretend die beiden Automaten miteinander. Was sie verhindern wollten, ist geschehen: Leonce und Lena sind verheiratet.

Georg Büchners Lustspiel ist eine bittere Satire auf den Fatalismus der Gesellschaft und der daraus resultierenden Langeweile und Melancholie. Mit einer stilisierten Märchenwelt und ungeheurem Sprachwitz stellt Büchner den Absolutismus und die Aristokratie bloß, dabei zitiert und parodiert er wie in einer modernen Montagetechnik vielfältige literarische Vorlagen und zeitgenössische philosophische Ansichten.

Galin Stoev wurde1969 in Bulgarien geboren, wo er seine Karriere als Regisseur begann. 2005 gründete er in der belgischen Hauptstadt seine eigene Compagnie „Fingerprint“, 2007 begann Stoev seine mehrjährige Regiearbeit an der Comédie-Française. Gleichzeitig übernahm er Regieaufträge für das Nationaltheater in Sofia. Seit 2014 arbeitet Galin Stoev ebenfalls als Regisseur und „artiste associé“ für das renommierte Pariser Staatstheater La Colline. Seit Januar 2018 ist er Intendant des ThéâtredelaCité – CDNToulouse Occitanie.

Damit schließt sie an die Meininger Gastspiel-Tradition an: In der Spielzeit 2019/20 geht das Schauspielensemble des Meininger Staatstheaters mit LEONCE UND LENA auf Tournee nach Frankreich.

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