Lenz

Georg Büchner / Jacques Osinski (FR)
Internationale Festwoche

Eine Produktion der Compagnie L'Aurore Boréale, Paris; in flämischer Sprache mit deutschen Übertiteln

  • LENZ: Johan Leysen
    © Pierre Grosbois
  • LENZ: Johan Leysen
    © Pierre Grosbois
  • LENZ: Johan Leysen
    © Pierre Grosbois
  • Lenz, Jacques Osinski
    © Pierre Grosbois
Dienstag, 09. April 2019 __ 19.30 Uhr
8,00 – 10,00 €

"Es fasste ihn eine namenlose Angst in diesem Nichts.
 
Er war im Leeren.
Er riss sich auf und flog den Abhang hinunter.
 
Es war als ginge ihm was nach (...) als jage der Wahnsinn auf Rossen hinter ihm.
 
Endlich hörte er Stimmen.
Er ging durch das Dorf, die Lichter schienen durch die Fenster, er war bald in Waldbach, im Pfarrhaus."
 

Jacques Osinski: „Was mich interessiert, ist diese Idee der Beschreibung. Es ist der Berichterstatter – der, der die Geschichte erzählt. Wer ist er? Er ist nicht Lenz, selbst wenn ihn manchmal, nach und nach, Lenz’ Figur ergreift. Er ist ein Mann, der versucht, einen Geist, ein Gespenst, einzufangen. Ein Mann, der sich an ein Ereignis in seinem Leben erinnert, der dem Geschehen einen Sinn gibt, indem er seine Erinnerungen dadurch wieder zusammenfügt, dass er ihnen eine Form gibt.”

Mit 23 Jahren gründete Jacques Osinski seine erste Compagnie, „La Vitrine“. Von Anfang an fühlt er sich nordischen Autoren wie Knut Hamsun, Stig Dagerman, August Strindberg oder Magnus Dahlström nahe. Aber auch das klassische Repertoire zieht ihn an: Er inszenierte „Richard II“ von Shakespeare, „Don Juan“ von Molière und Shakespeares „Wintermärchen“. Von 2008 bis 2013 leitete er das Centre dramatique national des Alpes in Grenoble. In der Folge gründete er die Compagnie „L'Aurore boréale“ und inszenierte 2015 unter anderem Sara Stridsbergs „Medealand“.

Pressestimmen

„Johan Leysen ist einer der größten Schauspieler Europas. Die Stimme ist präzise, das Timbre einzigartig und erhellt mit sehr subtilem Akzent das Geheimnis des Genies, des Wahnsinns, der Todessehnsucht und der Welt, tröstend und furchterregend zugleich. Es ist ein sehr starker Moment, sehr rein, sehr selten. Ein unglaublicher Moment, kurz: unvergesslich.”


- Armelle Héliot, blog.lefigaro.fr
 

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TEAM

Regie: Jacques Osinski

Theaterensemble: Cie L'Aurore boréale, Paris