Herzschrittmacher

von Corinna Jarosch

 

LIEBESLIEDER-WALZER op.52 und NEUE LIEBESLIEDER op. 65 von Johannes Brahms

Frei nach der Novelle AM ENDE WAR ALLES MUSIK von Klaus Funke

  • HERZSCHRITTMACHER: Giulio Alvise Caselli, Ondrej Šaling
    © Marie Liebig
  • HERZSCHRITTMACHER: Ondrej Šaling, Giulio Alvise Caselli
    © Marie Liebig
  • HERZSCHRITTMACHER: Giulio Alvise Caselli, Anne Ellersiek, Carolina Krogius, Ondrej Šaling
    © Marie Liebig
  • HERZSCHRITTMACHER: Carolina Krogius, Ondrej Šaling, Peter Bernhardt
    © Marie Liebig
  • HERZSCHRITTMACHER: Giulio Alvise Caselli, Carolina Krogius
    © Marie Liebig
  • HERZSCHRITTMACHER: Ondrej Šaling, Giulio Alvise Caselli
    © Marie Liebig
  • HERZSCHRITTMACHER: Giulio Alvise Caselli, Ondrej Šaling, Carolina Krogius
    © Marie Liebig
  • HERZSCHRITTMACHER: Anne Ellersiek, Carolina Krogius, Giulio Alvise Caselli, Ondrej Šaling
    © Marie Liebig
  • HERZSCHRITTMACHER: Ondrej Šaling, Anne Ellersiek, Carolin Krogius, Giulio Alvise Caselli
    © Marie Liebig
Samstag, 25. Mai 2019 __ 19.30 Uhr

Im Sommer des Jahres 1885 beherbergt der kleine österreichische Ort Mürzzuschlag einen besonderen Gast: Johannes Brahms. An diesem Tag erwartet er gespannt eine weitere prominente Persönlichkeit, mit der er über seine Musik und vor allem über sein neues, im Entstehen begriffenes Werk, seine vierte Sinfonie, reden möchte. Sie hatte sich tatsächlich für einen Kurzbesuch in dem kleinen Provinzstädtchen angesagt: Clara Schumann.

An dem Nachmittag tauchen Clara und Johannes tief ein in ihre Vergangenheit, Erinnerungen werden wieder lebendig an Schumann, ihre wechselseitige Zuneigung, Schumanns Ende und die tiefe Verbundenheit zwischen Clara und Johannes, die keiner der beiden je Liebe zu nennen gewagt hatte und die doch eine große Liebesgeschichte geworden ist.

Auch Ängste steigen auf in Johannes Brahms vor einem möglichen Verlust der geliebten Frau und vor dem eigenen Tod. Wehmut erfasst beide, Clara und Johannes, was aus ihrer Zuneigung hätte werden können und was das Leben zuletzt zugelassen hatte. Oder waren es immer sie, die sich selbst im Weg gestanden waren all die Jahre.

Brahms Liebeslieder-Walzer op. 52 sowie die Neuen Liebeslieder op. 65 spiegeln die Facetten der Beziehung wider: dabei kommt keine Walzerseligkeit auf, sondern Melancholie der unerfüllten Sehnsüchte.

Am Ende werden beide kaum ein Wort miteinander gesprochen, aber sich durch die Musik unendlich viel gesagt haben, denn als Ausweg bleibt ihnen diese zuletzt immer, oder, wie Goethe es ausdrückte in seinen Versen „an die Musen“: Heilen könnet die Wunden ihr nicht, die Amor geschlagen, aber Linderung kommt einzig, ihr Guten, von euch“.

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TEAM

Musikalische Leitung: Fiona Macleod/Fiona Macleod/Virginia Breitenstein/Virginia Breitenstein/Henri Bonamy

Regie: Corinna Jarosch

Bühne und Kostüme: Helge Ullmann, Helge Ullmann

Besetzung

Clara Schumann: Anne Ellersiek

Alter Ego von Clara Schumann: Carolina Krogius

Johannes Brahms: Ondrej Šaling

Alter Ego von Johannes Brahms: Giulio Alvise Caselli

Rezitation: Peter Bernhardt