Italienisches Liederbuch

Liedermatinee

Hugo Wolf (1860–1903)

  • Pedro Arroyo, Heejoo Kwon, Haeun Jang
    © Kuksung Han
Sonntag, 03. November 2019 __ 11.15 Uhr

Durch seine Beiträge zur Gattung Lied hat Hugo Wolf seinen Platz neben Franz Schubert als einer der wichtigsten Liedkomponisten schlechthin gewonnen. Die Eichendorff- und Goethe-Lieder, das Spanische und das Italienische Liederbuch sind die berühmtesten Zyklen des österreichischen Komponisten der Spätromantik, dessen psychologische Instabilität und Depression sein kompositorisches Schaffen oft beeinträchtigten.
Der Schriftsteller Paul Heyse hatte 1860 eine Reihe von italienischen Volksliedern unbekannter Autoren ins Deutsche übersetzt; Wolf vertonte die insgesamt 46 Lieder und veröffentlichte sie in zwei Büchern, entstanden 1891 und 1896. Durch ihre sehr kurze Dauer ausgezeichnet – ungefähr eine Minute pro Lied – sind sie sehr kompakt und von erstaunlicher Ausdruckskraft.
Komponiert für hohe Stimme – Sopran und/oder Tenor – und Klavier kann das Italienische Liederbuch auch als eine Art Gespräch verstanden und aufgeführt werden. Die beiden Personen unterhalten sich, erzählen einander von Sehnsucht, Schmerz und Träumen, kommunizieren aber nicht wirklich. Sowohl der Text als auch die Musik verraten Intimität, Vertrautheit, Direktheit und tiefe Emotionalität.

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