Die Kassette

Komödie von Carl Sternheim
  • DIE KASSETTE: Renatus Scheibe
    © Werbefoto: Marie Liebig
Freitag, 24. April 2020 __ 19.30 Uhr
PREMIERE

Spätestens nach der Hochzeitsreise mit seiner blutjungen zweiten Ehefrau Fanny steht es äußerst schlecht um den Kontostand des Oberlehrers Heinrich Krull. Schon vor der Heirat war sein Lebensstandard der finanziellen Lage bei weitem nicht angemessen gewesen.
Es gibt jedoch nicht nur eine weibliche Person in Krulls Leben. Um seine Gunst buhlen auch seine eifersüchtige Tochter Lydia wie auch seine Tante Elsbeth, die weiterhin für sich in Anspruch nimmt, im Hause Krull das Sagen zu haben. Seiner hochattraktiven Frau stellt sie eine ebensolche Erbschaft entgegen, die das Herz Krulls noch viel höher schlagen und ihn in seinem Denken und Handeln eine abrupte Wendung machen lässt. Was ist nun begehrlicher? Die sexuellen Reize einer jungen attraktiven Frau oder etwa doch die Kassette, in der die Tante die entsprechenden Wertpapiere verwahrt?
Ein Spiel der Heuchelei und Lüge nimmt seinen Lauf. Schlussendlich ist es die Gier nach dem Geld, die der gesamten Familie den Kopf verdreht.

In aller Unerbittlichkeit wird in dieser Komödie der Abgrund von Besitz- und Machtgier vorgeführt, der bei der Uraufführung am 24. November 1911 das Bürgertum vor Entsetzen toben ließ.

Tobias Rott inszenierte in Meiningen schon Erfolgskomödien wie VIEL LÄRM UM NICHTS und DIE BESSERE HÄLFTE. Seine Meininger Inszenierung von Dario Fos BEZAHLT WIRD NICHT! wurde zum internationalen Komödienfestival nach Brno, Tschechien, eingeladen.

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