Der Camille-Claudel-Komplex

URAUFFÜHRUNG
Schauspiel von Annett Kruschke
  • Der Camille-Claudel-Komplex: Anja Lenßen
    © Werbefoto: Marie Liebig

Zweifellos war Camille Claudel eine der wenigen großen Bildhauerinnen unserer Zeit, jedoch blieb ihr Leben rätselhaft und verstellt durch schlagwortartige Akten und Gerüchte. Oftmals wird sie lediglich als Schülerin und Geliebte des berühmten Auguste Rodin bezeichnet, dann wieder als eigenwillige und geniale Künstlerin. Claudels Leben endete in Alkohol und Armut. Sie starb einsam in einer Nervenheilanstalt, in welche sie ihre Familie einliefern ließ.
Wer aber war diese Frau wirklich? Welche Rolle spielt die Familie: Ein wertvoller Halt, oder aber eine Bürde und Last? Welche Chancen und Möglichkeiten hat das Weibliche überhaupt in einer stark durch das Männliche dominierten Welt, so auch in der Kunst, der Bildhauerei?
Die Inszenierung möchte diesen und weiteren Fragen auf den Grund gehen und sich tiefer mit der Gewichtung von Weiblichkeit und Männlichkeit, Sucht und Freiheit, Abhängigkeit und Bindung, Macht und Leidenschaft, beschäftigen.

Annett Kruschke studierte an der HFF Potsdam Schauspiel. Es folgten Engagements in Weimar, Chemnitz, am Maxim-Gorki-Theater, der Volksbühne Berlin, bei den Bad Hersfelder Festspielen. Neben ihrer Theaterarbeit ist Kruschke in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Sie inszenierte in den Sophiensælen Berlin, am SH-Landestheater, in Leipzig, Hamburg, Weimar, Pforzheim und am Theater Vorpommern. In der letzten Spielzeit brachte sie in Meiningen Philipp Löhles WIR SIND KEINE BARBAREN! auf die Bühne.

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