Maria Stuart

Mittwoch, 07. April 2021 __ 19.30 Uhr
Großes Haus
8,00 – 30,00 €

Nachdem Friedrich Schiller in Mannheim aus dem Gefängnis floh, fand er in Bauerbach bei Meiningen Asyl. Seither ist Thüringen seine zweite Heimat, und zentrales Thema seiner Theaterstücke ist mehr denn je der Kampf gegen die Diktatur. Eine parlamentarische Demokratie, wie sie Elisabeth I. in England schuf, galt Schiller als Vorbild, für das es zu kämpfen lohnt. In seinem ersten Meininger Schauspiel KABALE UND LIEBE lobt er explizit die englische Demokratie. Das Streben danach ließ ihn zum Bewunderer der französischen Revolution werden und nach deren Blutbädern zum Kritiker.

Nach diesen Ereignissen schrieb Friedrich Schiller MARIA STUART. Damals wusste jeder um die Verdienste von Elisabeth I. und den mörderischen, terroristischen Taten von Maria Stuart, der Königin von Schottland, die zwei Ehemänner ermorden ließ und Elisabeth den Thron im Nachbarland England entreißen wollte. Zudem hatte sie aus Schillers und allgemein Thüringer Sicht die falsche Konfession: sie war katholisch. Das galt im lutherischen Weimar, wo 1800 die Uraufführung stattfand, als suspekt. Doch Schiller beschreibt seine Maria Stuart so fair, so persönlich, dass sie in Deutschland bis heute rehabilitiert ist.

Dieser Klassiker ist ein spannendes Politdrama von Menschenwürde, Gerechtigkeit und den Herausforderungen von Frauen, die in einer reinen Männergesellschaft eine Führungsrolle übernommen haben. – Nicht nur für Schulen.

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