Sklaven leben

Konstantin Küspert
Schauspiel
Samstag, 10. Oktober 2020 __ 19.30 Uhr
13,00 – 15,00 €

Nach einer Studie leben zurzeit 40 Millionen Menschen in einem Zustand, der als Sklaverei bezeichnet werden muss. Bis heute hat die Historie der Ausbeutung noch kein Ende gefunden. Ganz im Gegenteil: Insgesamt sind es heute „mehr Sklaven als zur Zeit des Sklavenhandels”. In einer revuehaften Groteske zeigt das Stück auf, wie brutal und ungerecht die Machtverhältnisse sind, hat sich doch mit der globalen Ökonomie die Sklaverei nur umgestaltet. Sie rückt uns, die wir davon profitieren, im Bewusstsein immer ferner. Perfide das Selbstverständnis, über einen anderen Menschen zu verfügen, pervers die Selbstaufgabe der „Underdogs”, um zu überleben. Grotesk gestaltet sich demnach auch die Situation auf einem Sklavenmarkt, in der Sklav*innen bei ihren potentiellen Käufer* innen um deren Gunst buhlen.
Nicht nur die katastrophalen Zustände in den von uns weit entfernten Fabriken werden angesprochen, sondern auch, wie die westliche Welt mit der Flüchtlingssituation – heraufbeschworen durch eben jene Missstände – umgeht.
In einer Collage aus unterschiedlichen Themen und verschiedensten Perspektiven zeigt der Autor Missstände auf, die in einer menschlichen Welt längst Geschichte sein sollten.

Juliane Kann schloss ihr Regie-Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch 2013 ab. Während des Studiums inszenierte sie bereits am Staatstheater Mainz, am Staatstheater Braunschweig und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Mit ihrem Stück BIRDS, welches in der Spielzeit 2009/10 in Osnabrück uraufgeführt wurde, gewann Kann in der Langen Nacht der Autoren 2008 (Thalia Theater, Hamburg) den Preis der Thalia Freunde.

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