Steinsuppe

Puppenspiel nach Anaïs Vaugelade
ab 4 Jahre

Ein hungriger Wolf streift durch die Lande und sucht einen Ort, um Steinsuppe zu kochen. Seine Versuche, bei Schwein, Ente und Ziege Einlass zu erhalten, scheitern. Während dem Wolf draußen der Wind um die Ohren pfeift, macht es sich die Henne in ihrem Hühnerhaus gemütlich. Als es klopft und sie unbekümmert die Tür öffnet, lässt ihr der Anblick des Wolfes das Herz in die Kniekehlen rutschen. Doch ein Huhn ist kein Frosch und so entschließt sie sich, den Fremden eintreten zu lassen. Von Steinsuppe hat sie zwar noch nie etwas gehört, doch weil nur Topf, Wasser und Feuer nötig sind, wagt sie den Kochversuch.

Im Gegensatz zur Henne zweifelt die Nachbarschaft an den friedlichen Absichten des Wolfes. Nach und nach schauen sie aus Sorge um die Henne vorbei. Da jeder neben seinen Ansichten zum Wolf auch einen handfesten Verbesserungsvorschlag für die Suppe mitbringt, entwickelt sich der Abend zu einem kleinen Fest.

Die „sopa de pedra“, die Steinsuppe, ist in Portugal ein beliebtes Gericht, das bis heute mit einem Stein in der Schüssel serviert wird und dessen Entstehungslegende in zahlreichen Varianten zu finden ist. Die Adaption der französischen Autorin Anaïs Vaugelade verlegt die Handlung in die Tierwelt und hinterfragt dadurch auf verschmitzte Art unsere Beziehung zum feindlichen Fremden.

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