DIE NORWEGISCHE WOCHE | NORSK UKE – 22. bis 30. Mai 2020

  • Werbemotiv: DIE GESPENSTER mit Tenor Robert Bartneck
    © Marie Liebig
Rund 170 Jahre nach Georgs Ausflug in die pittoreske Bergwelt Norwegens mit ihren Menschen, die zu den glücklichsten der Welt zählen sollen, wollen wir gemeinsam mit Ihnen das Land der Fjorde, der Trolle und der Mitternachtssonne im Rahmen der NORSK UKE entdecken. Tauchen Sie ein in Norwegens Klangwelt und lernen Sie Norwegens berühmtesten und einflussreichsten Literaturexport, den Dramatiker Henrik Ibsen (1828–1906), neu kennen und entdecken Sie die Uraufführung der Oper des norwegischen Komponisten Torstein Aagaard-Nilsen.

In diesem Sinne: Hjertelig velkommen!

Programm:
Oper nach Henrik Ibsen von Torstein Aagaard-Nilsen
GESPENSTER – URAUFFÜHRUNG
22. Mai 2020 19.30 Uhr Premiere
24. Mai 19.00 Uhr & 30. Mai 2020 19.30 Uhr

Schauspiel von Henrik Ibsen
JOHN GABRIEL BORKMAN
23. & 29. Mai 2020 19.30 Uhr

Konzert
7. SINFONIEKONZERT: NORDWINDE
Werke von Edvard Grieg, Torstein Aagaard-Nilsen,
Launy Grøndahl, Jean Sibelius
28. Mai 2020 19.30 Uhr

Komponistengespräch
EINFÜHRUNG ZUR URAUFFÜHRUNG
„GESPENSTER“
22. Mai 18.30 Uhr & 24. Mai 2020 18.00 Uhr – Foyer

Soiree
TREFFPUNKT FJORD – BERÜHMTE
SKANDINAVIENREISENDE
in Zusammenarbeit mit den Meininger Museen
20. Mai 2020 19.00 Uhr – Schloss Elisabethenburg

Ausstellungseröffnung
NORWEGISCHE IMPRESSIONEN –
AUF DEN SPUREN HERZOG GEORG II.
in Zusammenarbeit mit dem Theatermuseum
21. Mai 2020 11.15 Uhr – Foyer

Live-Cooking und Talk
DINNER FOR ALL
26. Mai 2020 19.00 Uhr – Foyer Kammerspiele

Erzählperformance mit Ragnhild A. Mørch
AUF GRUND – ZU EHREN
EINES GELEBTEN LEBENS
in Zusammenarbeit mit der Stadt- und
Kreisbibliothek „Anna Seghers“
27. Mai 2020 19.30 Uhr – Rautenkranz

Kindertag
NORWEGEN ENTDECKEN
30. Mai 2020 – Meininger Staatstheater

Im nordischen Paket erhalten Sie drei Vorstellungen, bei bester Platzkategorie, zum Vorteilspreis von nur 66 Euro!

MEININGEN – NORWEGEN

Herzog Georg II. durchstreifte 1849 als junger Mann weite Teile Norwegens zu Fuß und schloss Land und Leute in sein Herz. Diese Verbindung blieb erhalten, auch nachdem er 1866 die Regentschaft im Herzogtum Sachsen-Meiningen übernommen hatte. Sein Einsatz für Norwegische Literatur und Musik war durchaus ein Politikum.
Der Dichter und Nobelpreisträger Bjørnstjerne Bjørnson und der Komponist Edvard Grieg waren überzeugte Republikaner. Es ist daher für einen Herzog nicht selbstverständlich, deren Kunst zu fördern. Eine besondere Verbindung entstand zwischen Georg II. und dem Dichter Henrik Ibsen. Nach der Aufführung von dessen Frühwerk DIE KRONPRÄTENDENTEN in Meiningen gab es immer wieder Pläne, die Stücke des Norwegers auf die Bühne zu holen, doch erst 1886 gelang dies mit GESPENSTER. Während das Gesellschaftsdrama, das die Bigotterie bürgerlicher Kreise entlarvt, in Europa in zahlreichen Städten verboten war, brachte Meiningen das Schauspiel in der ersten öffentlichen Aufführung in Deutschland heraus, im Beisein des Autors. Den Widerstand der Meininger Gesellschaft unterlief der Herzog geschickt, indem er „von Staats wegen zur Aufführung bitten ließ”. Schließlich gehörte GESPENSTER auch zu jenen Stücken, die die Meininger bei ihren Gastspielen mit im Gepäck hatten.

Grund genug für das Meininger Staatstheater eine norwegische Woche zu feiern, in deren Zentrum der Dichter Henrik Ibsen steht und die musikalisch den Bogen von Edvard Grieg bis in die Gegenwart schlägt, nämlich bis hin zu der Uraufführung der Oper des norwegischen Komponisten Torstein Aagaard-Nilsen.